Viele Zeitungshäuser haben Angst, dass die Einführung einer Bezahlung für ihre Internet Inhalte zu einer Abwanderung der Leser führt. Dies ist jedoch völlig unbegründet. Eine umfassende Analyse eines amerikanischen Unternehmens, dass mehrere Verlage in der USA mit Paid Content beliefert, zeigt, dass es nach der Umstellung keine Einbrüche bei Besucherzahlen oder Werbeeinnahmen gab.
Diese Analyse könnte auch deutsche Verlage dazu ermutigen dieses Bezahlmodell einzuführen. Die britische Zeitung Times hat dies im November 2010 eingeführt. Dies bestätigt, dass sich die Bezahlkultur im Web etabliert und so von viel mehr Verlagen genutzt werden sollte.
Allerdings hängt der Erfolg von der Einführung eines Bezahlmodells auch davon ab, wie es die Verlage machen. Alle Verlage die dies erfolgreich machten, taten dies auf eine sehr konservative Weise. So wurde den Besuchern der Webseite immerhin eine bestimmte Anzahl an Artikeln kostenlos pro Monat gewährt.
Daher sollten Verlage die eine solche „Paywall“ im Web machen wollen dies in einer abgeschwächten Form tun. Wenn ein gewisser Teil pro Monat kostenlos bleibt, erhält man sich damit seinen Traffic.
Branchenexperten sind jedoch skeptisch gegenüber diesem Bezahlmodell. Je mehr Verlage dieses Bezahlmodell nutzen, desto besser funktioniert es. Wenn den Usern die selben Inhalte auf anderen Webseiten kostenlos zur Verfügung stehen, würden sie eher dahin ausweichen als dafür zu bezahlen.
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